Diese Band ist heiß. Sehr heiß. Und das will was heißen. Schließlich handelt es sich bei der Blues Company aus Osnabrück nicht um einen Haufen junger Wilder, nicht - wie man im Wirtschaftsjargon sagen würde - um Existenzgründer. Sondern um ein Team gestandener Männer mit jeder Menge Erfahrung und Know-how. Die Musiker, die hier am Werk sind, haben dafür gesorgt, dass der Name ihrer ´Firma` längst ein anerkanntes Gütesiegel ist: ´Blues Company`, das steht schlicht für die langlebigste und erfolgreichste Blues-Band Deutschlands. Dabei unterstreichen diese Profis mit jeder neuen Aufnahme, mit jedem Konzert, dass ihnen der Blues eine Herzensangelegenheit ist, dass in ihrem Innern das alte Feuer brennt wie eh und je. Von eingefahrener Routine findet sich keine Spur, im Gegenteil. Hier wirkt eine fruchtbare Wechselbeziehung: Ihr Publikum liebt, was sie machen. Das wiederum spornt die Band an, und so kann sie den Fans ganz ungekünstelt zeigen, wie sie ihre Musik lebt und belebt. Der Blues hat seit den 60er Jahren praktisch jede Generation junger, weißer, enthusiastischer Musiker begeistert. Ganz so lange ist die Blues Company noch nicht dabei. Am 20. Mai 1976 startete die Band ihren Blues-Kreuzzug. An diesem Tag kletterte sie zum ersten Mal auf eine Bühne, um dem versammelten Saal im Zwölftakt-Rhythmus einzuheizen. Nach unzähligen weiteren Live-Missionen, im Frühjahr 2006, konnte sie dann stolz ihr 30-jähriges Bestehen feiern. Am Anfang waren Blues-Company-Konzerte nicht nur Spaß und harte Arbeit. Sie waren echte Pioniertaten. Denn ´Blues in Germany`, professionell gespielt von personell stabilen Bands, gab es vor den Osnabrückern praktisch nicht. Was es gab, waren Tourneen von USamerikanischen Blues-Größen, die im alten Europa oft größere Wertschätzung genossen als in ihrer Heimat. Die Blues-Company-Musiker begleiteten viele dieser Champions bei ihren Auftritten in Deutschland. So lernten sie nicht nur die alten Meister kennen, sie zogen auch die Bewunderung vieler junger Blues-Freaks auf sich. So mancher, der sich seither im Übungskeller eine Gitarre umschnallte oder auf dem Drum-Schemel Platz nahm, um dem Zwölftakt-Sound zu frönen, ist durch die Blues Company erst auf den Geschmack gekommen (weit über Deutschlands Grenzen hinaus übrigens - erst vor Kurzem bekannte ein junger und sehr guter Bluesgitarrist aus Ungarn nach einem Konzert, dass er von eben dieser Band entscheidend beeinflusst wurde).